-
Nach einem Hinweis wurde in Waldfeucht eine verbotene Kleingruppenhaltung aufgelöst. Rund 300 Hühner wurden verkauft. ANINOVA kritisiert fehlende Kontrollen trotz klarer Gesetzeslage.
In Waldfeucht im Kreis Heinsberg ist Ende Januar 2026 eine illegale Kleingruppenhaltung von Hühnern aufgelöst worden. Der Tierrechtsorganisation ANINOVA liegt Bildmaterial aus dem Betrieb vor, das erhebliche bauliche, hygienische und tierschutzrelevante Mängel dokumentiert. Die Bilder sind Ende Januar 2026 entstanden.In dem Betrieb wurden über einen Zeitraum von rund 20 Jahren etwa 1.500 Hühner in sogenannter Kleingruppenhaltung gehalten. Diese Haltungsform ist seit dem 1. Januar 2026 bundesweit verboten. Das Verbot wurde bereits 2021 im Zuge der Novelle der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung beschlossen und mit einer mehrjährigen Übergangsfrist versehen.
Der ursprüngliche Betreiber des Betriebs verstarb im November 2025. Die Tierhaltung wurde anschließend von dessen Bruder übernommen. Die Eier wurden ursprünglich über Eierautomaten sowie über Haustürgeschäfte vermarktet. Zum Zeitpunkt des Todes des Tierhalters befanden sich noch rund 300 Hühner im Betrieb.
Nach Einschätzung von ANINOVA wurden den Tieren in dieser Haltung erhebliches Leid und Schmerzen zugefügt. Die Hühner waren über lange Zeiträume in engen Käfigsystemen eingesperrt, die ihre natürlichen Bewegungs- und Verhaltensbedürfnisse massiv einschränkten. Hinzu kamen gravierende bauliche Mängel: Die Stallungen waren stark heruntergekommen, Teile der Decke hingen herab, die Stallung war verdreckt und von Spinnweben durchzogen. Nach Angaben des Betreibers selbst hatten einige Tiere zeitweise keinen dauerhaften Zugang zu Futter und Wasser, da sich Tiere aus den Käfigen in den Zwischengängen befanden.
Erst nach einem Hinweis an das zuständige Veterinäramt des Kreises Heinsberg wurde eine Kontrolle durchgeführt. Die verbliebenen rund 300 Hühner wurden anschließend an Privatpersonen für 1 Euro pro Tier verkauft. Eine behördlich begleitete Sicherstellung oder Vermittlung der Tiere erfolgte nach Kenntnis von ANINOVA nicht.
ANINOVA bot dem Veterinäramt Unterstützung bei der Vermittlung der verbliebenen Tiere an. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch offenbar nicht ergriffen. Weitergehende Auskünfte verweigerte die Behörde unter Verweis auf den Datenschutz. In der Folge schaltete ANINOVA das Landwirtschaftsministerium in Düsseldorf ein.
„Dass eine seit Anfang 2026 eindeutig verbotene Haltungsform, in der Tieren über Jahre hinweg erhebliches Leid und Schmerzen zugefügt wurden, offenbar erst nach einem externen Hinweis aufgefallen ist, wirft erhebliche Fragen auf“, sagt Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA.
Der Fall verdeutlicht aus Sicht von ANINOVA erneut, dass gesetzliche Vorgaben allein nicht ausreichen, um Tiere wirksam zu schützen. Selbst bei klaren Verboten und langen Übergangsfristen werden Missstände häufig erst dann beendet, wenn sie von außen bekannt gemacht werden.
Aus Sicht von ANINOVA zeigt der Fall zudem grundsätzliche Probleme der tierlichen Nutzung auf. Eine vegane Lebensweise, die vollständig auf tierische Produkte verzichtet, ist der konsequenteste Weg, Tierleid, Schmerzen und Ausbeutung dauerhaft zu vermeiden.Weitere Informationen hier.
Bildmaterial kann angefordert werden
Verantwortlicher für diese Pressemitteilung:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustin
Deutschlandfon ..: 02241-261549-2
fax ..: 02241-261549-1
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.orgDer Focus von ANINOVA e.V. liegt in den Bereichen Massentierhaltung und Pelz. Die Tierrechtsorganisation zeigt mit Aufdeckungen und Undercover Recherchen auf, wie sogenannte Nutztiere in Deutschland gehalten werden. Weitere Informationen unter www.aninova.org
Pressekontakt:
ANINOVA e.V.
Herr Jan Peifer
An der Autobahn 23
53757 Sankt Augustinfon ..: 02241-261549-2
web ..: http://www.aninova.org
email : Presse@aninova.orgDisclaimer: Diese Pressemitteilung wird für den darin namentlich genannten Verantwortlichen gespeichert. Sie gibt seine Meinung und Tatsachenbehauptungen und nicht unbedingt die des Diensteanbieters wieder. Der Anbieter distanziert sich daher ausdrücklich von den fremden Inhalten und macht sich diese nicht zu eigen.
Bitte beachten Sie, dass für den Inhalt der hier veröffentlichten Meldung nicht der Betreiber von News-Ablage.de verantwortlich ist, sondern der Verfasser der jeweiligen Meldung selbst. Weitere Infos zur Haftung, Links und Urheberrecht finden Sie in den AGB.
Illegale Käfighaltung im Kreis Heinsberg beendet – 1.500 Hühner jahrelang eingesperrt
veröffentlicht am 11. Februar 2026 in der Rubrik Allgemein
News wurden 38 x angesehen • Content-ID 120908
Illegale Käfighaltung im Kreis Heinsberg beendet – 1.500 Hühner jahrelang eingesperrt
Lesezeit dieser News ca. 2 Minuten, 10 Sekunden
News-ID 120908
auf News Ablage suchen
Werden Sie Blogger
News verbreiten auf News Ablage
Tragen Sie Ihre News auf Presseverteiler Connektar ein. Diese werden dann auch auf diesem Portal erscheinen. Machen Sie User neugierig. Berichten Sie was es für News bei Ihnen gibt.
Tragen Sie Ihre News auf Presseverteiler Connektar ein. Diese werden dann auch auf diesem Portal erscheinen. Machen Sie User neugierig. Berichten Sie was es für News bei Ihnen gibt.
letzte News in dieser Ablage
- Wochenrückblick KW 11-2026: Albtraum der Notenbanken! Öl bei 100 USD, Inflation und Märkte im Risk-Off!
- EDV und IT Entsorgung in Freiburg: ProCoReX Europe GmbH spezialisiert auf zertifizierte Datenträgervernichtung
- Zwischen Preiserholung und Großprojekt-Fantasie: Nickel rückt zurück ins Rampenlicht!
- EDV und IT Entsorgung in Erfurt: ProCoReX Europe GmbH bietet zertifizierte Datenträgervernichtung nachhaltig
- Nanoplastik im Fokus: ALLATRA Global Research Center präsentiert Forschung im EU-Parlament
- Computer und PC Entsorgung in München: ProCoReX Europe GmbH kombiniert nachhaltige Computerschrott-Entsorgung
- ProCoReX Europe GmbH bietet zertifizierte Datenträgervernichtung und Festplattenvernichtung in Hallein
- Kupfer steuert auf bedeutende Angebotslücke zu
- Gold-Cashflow trifft Silber-Power: Der nächste Wachstumsschub nimmt Form an!
- EDV und IT Entsorgung in Darmstadt: ProCoReX Europe GmbH vereinfacht die zertifizierte Datenträgervernichtung
News Ablage – Archiv
News Ablage