• Erste Banken bieten Neukunden keine Sparbücher mehr an – Wohin mit dem Geld? – Die Kombination von ETFs und Sparpläne als optimale Anlageform?

    BildWie man mit kluger Strategie auch mit riskanten Anlagen Vermögen aufbauen kann!

    Die Inflationsrate ist in Deutschland im November 2021 auf 5.2 % gestiegen. Wir erwarten, dass die Inflation auch mittelfristig hoch bleibt! … gestörte Lieferketten (z.B. durch Hafen-schließungen in China), steigende Rohwarenpreise, steigende staatliche Abgaben und die Wachstumseffekte der Stimulierungspakete dürften für weiteren resp. bleibenden Preisauftrieb sorgen. Dämpfende Effekte sind wenige auszumachen. Gleichzeitig bleibt auch die Geldpolitik der Notenbanken locker, die Zinsen und Renditen verharren auf rekordtiefen Werten. Immer mehr Banken erhöhen außerdem ihre Gebühren oder verrechnen Negativzinsen auch für kleinere Guthaben. Die Targobank geht sogar noch einen Schritt weiter: sie bietet in Zukunft und bis auf weiteres weder Tagesgeldkonten noch Sparbücher mehr an! Das gilt auch für Bestandskunden. Grund dafür sind laut der Targobank das „aktuell schwierige Zins- und Wettbewerbsumfeld“ sowie „die zuletzt hohen Zuflüsse an Kundeneinlagen“. Die Targobank nimmt alle Sparbücher und Tagesgeldkonten aus dem Angebot. Betroffen seien nach Presseberichten nicht nur Neukunden, auch die rund 3,7 Millionen Bestandskunden könnten diese nicht länger eröffnen. (Bestehende Tagesgeldkonten und Sparbücher würden dagegen normal weitergeführt.) Die Targobank begründete die Entscheidung als „Reaktion auf das aktuell schwierige Zins- und Wettbewerbsumfeld und die zuletzt hohen Zuflüsse an Kundeneinlagen“. Da konnten offenbar auch die Negativzinsen auf Sparbücher nichts ändern, die die Targobank seit Anfang April für Neukunden erhob. Tatsächlich zeigt der Blick in die Spareinlagen der Targobank, dass sie 2019 um 11% stiegen, im abgelaufenen Geschäftsjahr dann um 13 Prozent auf EUR 20,3 Mia. Nun also der radikale Schritt. Die Spar-Angebote sind bereits von der Webseite der Bank verschwunden. Es ist zu erwarten, dass andere Banken diesem Schritt folgen werden!“ analysiert Stefan Kühn das gegenwärtige Zins-Umfeld.

    Deutschland – Weltmeister im Sparen – enorme entgangene Gewinne durch Nullzinsen und nun auch steigende Verluste durch inflationsbedingten Vermögensverzehr!

    „Die Bundesbürger haben im vergangenen Jahr so viel Geld auf die Bank gebracht, wie nie zuvor: unglaubliche EUR 1,73 Billionen betragen die privaten Einlagen aktuell! Und die entgangenen Zinsen sind enorm. So schätzt die schweizerische Neue Zürcher Zeitung (NZZ), dass dem deutschen Sparer in den letzten 10 Jahren wegen der Tiefzinspolitik der EZB EUR 100 Mia. an Zinseinnahmen in der Altersvorsorge entgangen sind. Und nun folgt noch der Vermögensverzehr aufgrund der steigenden Inflation! Dieser ist bei kurzfristigen Geldanlagen oder Rentenwerten ja besonders hoch! (Wir haben berichtet!)‘, gibt Stefan Kühn zu bedenken.

    Ein überraschender Alternativ-Vorschlag!
    ,Wir haben bereits dargestellt, dass nur Aktien real (also um die Inflation bereinigt) Vermögen schaffen und die Altersvorsorge so verlässlich und nachhaltig aufbauen können! Hier einige Tipps wie Sie auch als konservativer Investor von dieser Strategie profitieren können. … und sich sogar freuen, wenn die Kurse sinken!“ stellt Stefan Kühn in Aussicht.

    Eckpunkte für eine erfolgreiche Anlagestrategie mit Aktien!
    ,Zentral für den Erfolg dieser Strategie sind 4 Faktoren: 1. ein langer Zeithorizont, 2. ein klares Anlagethema, 3. Disziplin in der Umsetzung und 4. tiefe Kosten des Anlageinstruments.

    1. Ein langer Zeithorizont
    Um von den zum Teil heftigen Schwankungen am Aktienmarkt und seinem oft ,irrationalen‘ Verhalten nicht abgeschreckt zu werden, muss der Anleger einen längeren bis langen Zeithorizont haben. Optimal ist dabei eine Sicht, die sie sich für den Aufbau der privaten Vorsorge ergibt! Diese längere oder sogar lange Sicht, hilft die Schwankungen in Gewinn umzumünzen (wir haben berichtet!)!‘, so Stefan Kühn.

    2. Ein klares Anlagethema

    „Als klaren Anker für die Anlagestrategie schlagen wir Anlagen in Megatrends vor (wir haben berichtet!). Megatrends benennen komplexe Veränderungen und sind ein Erkennungs- und Erklärungsansatz für den Wandel in der Welt. Eine Analysemethode also, die hilft, die komplexe, verzahnte und vielfältige Dynamik des Wandels der Gesellschaft im 21. Jahrhundert verständlich und greifbar zu machen. Indem sie Komplexität auf ein erkennbares und fassbares Niveau reduzieren, erweisen sich Megatrends als wertvolle Orientierungs- und Navigationshilfen durch den Dschungel gegenwärtiger und künftiger Veränderungen. Also ein Instrument, dass das ,Weiße Rauschen‘ der Zufallsbewegungen herausfiltern kann und den Blick für ein größeres Ganzes freigibt!“ so Stefan Kühn.

    „Die Megatrends nehmen darin allerdings eine grundlegende Rolle ein, sie sind die ,Blockbuster des Wandels‘: somit jene Trends, die einen großen, epochalen Charakter bewirken! Das Entscheidende an den Megatrends ist aber weniger ihre Dauer als ihr ,Impact‘! Megatrends verändern nicht nur einzelne Segmente oder Bereiche des sozialen Lebens oder der Wirtschaft, sondern formen ganze Gesellschaften um. Als ,Klammer‘ um (,Cluster‘) oder Kombination unterschiedlicher Trends kommen in ihnen verschiedene Elemente des Wandels zusammen, so z.B. technologische, soziale, politische und ökonomische Trends! Megatrends beeinflussen somit direkt das Geschehen an den Finanzmärkten, da hier ja bekanntlich die Zukunft gehandelt wird!“ stellt Stefan Kühn fest.

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    Stefan Kühn ist Ökonom; er befasst sich seit einigen Jahren mit den volkswirtschaftlichen Veränderungen und der Interdependenz der Märkte sowie der politischen Einflussnahme in Bezug auf Unternehmen, Gesellschaft und den Geldmarkt. Er vertritt die These, dass es sich bei makroökonomischen keynesianischen und neu-keynesianischen Modellen meistens um vollständig interdependente ökonomische Systeme handelt, die nicht rekursiv, sondern nur simultan gelöst werden können. Dabei betrachtet er nicht allein rein wissenschaftliche Methoden, sondern bezieht seine Erkenntnisse aus seiner langjährigen Tätigkeit als Unternehmer und Consultant des Managements überwiegend börsennotierter Unternehmen wie der Autark Entertainment Beteiligungsholding AG, Musical & More AG, Autark Entertainment AG, u.a.

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    Stefan Kühn: Anlagen in Zeiten von Inflation und Niedrigzinsen – Wohin mit dem Geld?

    veröffentlicht am 7. Dezember 2021 in der Rubrik Allgemein
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